Friedrich-Weinbrenner-
Gesellschaft e.V.

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Ein unbekanntes Weinbrenner-Haus im Elsass

19. September 2019

Dass Friedrich Weinbrenner in Frankreich gebaute Spuren hinterließ, könnte den Interessierten bekannt sein. In Straßburg selbst stehen ja noch die beiden Nebengebäude des Schlößchens Meinau und das Denkmal für General Desaix auf dem Börsenplatz.

So gut wie unbekannt ist ein repräsentatives Wohnhaus im nördlichen Elsaß, im Ort Soultz-sous-Forêts, das um 1807 entstanden ist. Der Bauherr war eine interessante Persönlichkeit, der Notar, Bürgermeister und Abgeordneter der Nationalversammlung Frédéric-Philippe Müntz (1783–1865). ... weiterlesen

Dialog zwischen Weinbrenner und Posselt

16. September 2019

Eine erfreuliche Premiere, die erste Gernsbacher Denkmalnacht am vergangenen Samstag, eine stimmige Atmosphäre und viel interessiertes Publikum, natürlich auch beim Gespräch zwischen Friedrich Weinbrenner und Ernst Ludwig Posselt, das sich Ulrich Maximilian Schumann und Wolfgang Froese ausgedacht haben und auch auf die Bühne des Kornhausvorplatzes brachten. Die Kostüme stammten von den Volksschauspielen Ötigheim, wo gerade Schillers „Räuber“ gegeben wurden, wie passend, auch weil der Dichter im Dialog genannt wurde.
Bild: Stefan Nürnberger

Prinz Bernhard über den Umgang mit der Geschichte

16. September 2019

In den BNN vom Samstag äußert sich der badische Erbprinz darüber, wie wichtig eine eigene, aktive Haltung zur Geschichte für ihn und unsere Zeit ist. Wir können uns seinen Beobachtungen nur rückhaltlos anschließen, natürlich nicht nur, weil das Haus Baden selbst Mitglied in der Friedrich-Weinbrenner-Gesellschaft ist. Es lohnt sich, bei der Gelegenheit an das Buch "Nur ein Blick auf Baden" zu erinnern, das Prinz Bernhard zusammen mit Christoph Graf Douglas herausgab und in dem verschiedene interessante Fenster in die badische Geschichte geöffnet werden, natürlich auch eines mit Blick auf Friedrich Weinbrenner. ... weiterlesen

„Säuft Pyramide im Pflaster ab?“ Wirklich?

16. September 2019

Fragen sich die Badischen Neuesten Nachrichten von heute, und deshalb fragen wir uns das auch. Geht es doch um eines von Weinbrenners bekanntesten (wenn auch kleinsten) Bauwerken und das Symbol der Stadt Karlsruhe. Dem Artikel nach kritisieren sowohl die „Karlsruher Liste“ KAL wie auch die „Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Stadtbild“, die Pyramide säße zu knapp über der Oberfläche des neuen Marktplatzes und würde „regelrecht absaufen“. ... weiterlesen

Nun also doch Bäume auf dem Karlsruher Marktplatz?

12. September 2019

So entnehmen wir es heute den Badischen Neuesten Nachrichten. Fünf vor zwölf soll damit noch der von Vielen empfundenen Leere in der laufenden Planung gegengesteuert werden, wobei Bäume, die vor kurzem noch als unrealisierbar beschieden wurden, nun als vergleichsweise einfache Lösung erscheinen. Die Fragen nach dem Marktplatz als schützenswertem Gesamtensemble und wichtigstem historischen Erkennungszeichen der Stadt scheinen dem Artikel nach im angekündigten Plätschern der kommenden Wasserspiele untergegangen zu sein.

Ab sofort online: Unsere neue Internetseite

08. September 2019

Pünktlich zum Tag des Offenen Denkmals und unter der vertrauten Adresse ist am Sonntag Vormittag unser neuer Internetauftritt freigeschalten worden: weinbrenner-gesellschaft.de – oder kurz: wbge.de. Erstellt wurde er von Beate Paland, Webentwicklerin und Mitglied im Vorstand des Historischen Vereins Durlach. Ganz herzlichen Dank hierfür und für die effiziente und angenehme Zusammenarbeit! ... weiterlesen

Weinbrenner-Schule im Kraichgau, 7: Saline Bad Rappenau

03. August 2019

Es ist immer noch ein eindrucksvoller Ort, das Gelände der Saline in Bad Rappenau, der eine malerische Heiterkeit und Offenheit ausstrahlt, sogar etwas von „italianità“, die von der Farbgebung unterstützt wird. ... weiterlesen

Karlsruhes neuer Marktplatz zeigt sein Gesicht

17. Juli 2019

Bislang war es für die Meisten ein abstraktes Planspiel. Jetzt wird langsam sichtbar, was auf uns zukommt. Mit Weinbrenner hat es nun endgültig nichts mehr zu tun, wenn man von den traurigen, aber papageienhaft bunt angestrichenen Resten seiner Bauten absieht, die aber gar keine Beziehung mehr zueinander entwickeln können. Dazwischen breitet sich stückweise ein fast weißer Steinteppich aus, versehen mit einer Bordüre, die irgendwohin läuft., Ja, wohin eigentlich? Und wie passt das Muster der Wasserdüsen hinein? Auch da ist kein Plan ersichtlich, kein Bezug auf irgendetwas darum herum. Noch verstecken sich die U-Bahn-Abgänge unter Blechdächern, und auch die Flutlichtmasten stecken noch nicht in den Hülsen. ... weiterlesen

Weinbrenner-Schule im Kraichgau, 6: Eppingen

07. Juli 2019

Es ist sicher eines der prominentesten Beispiele der Weinbrenner-Schule im Kraichgau, das 1824/25 gebaute Rathaus von Eppingen, und ein Hauptwerk des hier schon mehrfach vorgestellten Karl August Schwarz. Es strahlt eine natürliche Würde aus, die mit Leichtigkeit und Witz statt großem Aufwand erreicht wurde. Wieder spielte Schwarz hier mit wenigen Elementen, die er in eine überraschende Verbindung brachte. Denn im Grunde besteht das Rathaus nur aus einem großen, ruhigen Hauskörper, den Schwarz mit einem monumentalen Mittelteil überlagert, ähnlich Weinbrenner am Karlsruher Rathaus. Nur eben, daß hier in Eppingen nicht klassische Säulen der Fassade eine zierlich-elegante Visitenkarte verleihen, sondern steile und wuchtige Pfeiler die Massigkeit des Gebäudes an dieser Stelle noch steigern. Aus dem Winkel betrachtet, schließen sie sich sogar zu einer einzigen Fläche zusammen, die in einem eigenen Giebel endet und damit wie ein Haus im Haus steht. ... weiterlesen

Heinrich Hübschs Speyerer Dom: Patient, Baustelle, Forschungsobjekt

04. Juli 2019

Eines der bekanntesten Werke Heinrich Hübschs ist der Westbau des Speyerer Doms, und zugleich eines seiner unbekanntesten, denn wohl die meisten der zahlreichen Besucher dürften es für einen originalen Teil des romanischen Bauwunders halten – oder für eben eine der typischen Ergänzungen des 19. Jahrhunderts, geboren aus dem Geist des Historismus. Beides ist natürlich falsch. Hübschs bewies seine Achtung vor der Geschichte und dem Meisterwerk, indem er sich in beides hineindachte und seine Überlegungen in eine moderne und professionelle Entwurfsmethode einbaute, womit er zu einem Musterfall für denkmalpflegerische Eingriffe wurde. (Und was mehr seinem Lehrer Friedrich Weinbrenner verdankte, als wohl die meisten wissen.) ... weiterlesen