Friedrich-Weinbrenner-
Gesellschaft e.V.

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Vortrag von Anne Brehm «Friedrich Weinbrenner und das Straßburger Münster»

31. Januar 2020

Ein spannendes Thema, das noch wenig beleuchtet ist. Dr. Anne Brehm ist ausgewiesene Spezialistin für die Architektur des Mittelalters und zugleich Mitglied in der Weinbrenner-Gesellschaft. Sie wird über dieses Thema am 12. Februar am passenden Ort sprechen, also in Straßburg bei den "Freunden der Kathedrale". Der Vortrag in Deutsch ist öffentlich und kostenlos, der Ort: Salle du Münsterhof, 9 rue des juifs.

Hier geht es zur Ankündigung auf der Seite der "Gesellschaft der Freunde der Straßburger Kathedrale".

 

Diesen Samstag: Informationsstand auf dem Karlsruher Friedrichsplatz

09. Januar 2020

Gemeinsam mit anderen Vereinen engagieren wir uns für die Petition "Das Forum Recht in Karlsruhe hat einen besseren Standort verdient" und haben dafür jetzt auch ein Faltblatt erstellt. Mit dabei sind als Unterstützer u. a. die Badische Heimat sowie Naturschutzverbände. Von 11 bis 16 Uhr werden wir gemeinsam mit Vertretern dieser Vereine am Friedrichsplatz einen gemeinsamen Stand aufschlagen, um mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen und sie von der Dringlichkeit des Themas zu überzeugen. Denn an dem vorgesehenen Standort am Karlstor würde das Prestigeprojekt verschiedene Probleme schaffen, vor allem für den Verkehr, die Natur und das Stadtbild. Im Besonderen würde damit ein 200 Jahre alter Park Friedrich Weinbrenners empfindlich beschnitten.

Hier der Link zur Petition.

 

Fast eine endgültige Entscheidung über den endgültigen Karlsruher Marktplatz

11. Dezember 2019

Im Karlsruher Gemeinderat wurde gestern Abend über einige Punkte beraten, die in letzter Minute die offenbar ungenügende Marktplatz-Planung noch ein wenig retten sollen. Demnach sollen nun doch keine Bänke aus Tropenholz aufgestellt werden, obwohl die grüne Fraktion ihnen Nachhaltigkeit bescheinigt hat. Die ungestalte Form der Bänke scheint bei der Entscheidung keine Rolle gespielt zu haben. Minimalistische "zylindrische Glasaufsatzleuchten" zogen den Kürzeren gegen minimalistische "Doppelkopfleuchten". Und es soll geprüft werden, ob nun doch vier Baume auf dem Marktplatz gepflanzt werden, die dann in homöopathischen Dosen Schatten und Sauerstoff spenden würden. Dass für die Bäume massiv in Weinbrenners originales Marktplatzgesicht eingegriffen wird, das durch die gesamte Planung ohnehin schon vollständig umgekrempelt wurde, und zugleich der Denkmalschutz befragt werden soll, was er davon hält, entbehrt nicht der Ironie. Man darf gespannt sein, wie er argumentiert – wenn man es je erfährt.

Hier der Link zum Artikel in den BNN.

Hier der Link zu den Ergebnissen der Gemeinderatssitzung.

 

Bedenken wegen der Eignung des neuen Bodenbelags auf dem Karlsruher Marktplatz

09. Dezember 2019

Das Karlsruher Polizeipräsidium berichtet von einem "Attentat" auf den neu verlegten Granit durch ausgegossenes Altöl. Die entsprechenden Platten müssen nun ausgetauscht werden. Damit drängt sich der Verdacht auf, dass die Wahl des hellen und offenbar schmutzempfindlichen Materials auch nicht unter diesem technischen Gesichtspunkt genügend überdacht worden ist. Wird man nach jedem Weihnachtsmarkt Platten wegen Bratwurstfett- und Glühweinflecken austauschen müssen?

Hier der Link zum Presseportal des Polizeipräsidiums.

 

So könnte der Karlsruher Marktplatz auch aussehen

27. November 2019

Genau dort, gegenüber der Pyramide, hängt unser Boutiquen-Pergolen-Projekt nun schon einmal in einem Schaufenster, das uns zur Verfügung gestellt wurde.

 

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Das Rathaus Aue in Durlach – (fast) ein weißer Fleck

27. November 2019

Aber nicht mehr auf der Weinbrenner-Karte auf unserer Internetseite, denn dort haben wir es jetzt verzeichnet. Der zweigeschossige Bau in der Westmarkstraße ist allgemein viel zu wenig bekannt. Dabei war er als Rathaus für die früher selbständige Gemeinde Aue bedeutsam, und er verkörpert Weinbrenners Stil in seinen Details recht genau und noch vergleichsweise original. Etwas mehr Aufmerksamkeit und Pflege würden ihm trotzdem gut tun.
Laut Denkmalliste ist das Baujahr 1811 bekannt, nicht aber der Name des Architekten. In jedem Fall dürfte Weinbrenner ein Auge darauf gehabt haben, und vielleicht lässt sich noch Genaueres erfahren. Über Hinweise würden wir uns freuen.

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Die "Weinbrenner-Kelter" in Kämpfelbach-Bilfingen

21. November 2019

Der Name wird offiziell benutzt und steht auch gut sichtbar an der Hauswand. Auch die hier beginnende Straße ist nach Friedrich Weinbrenner benannt. 2014 wurde das Gebäude behutsam renoviert und dient der Gemeinde Kämpfelbach seitdem als Halle für Versammlungen und Veranstaltungen, kann auch privat gebucht werden. Hier der Link zur Gemeindeseite.

Das Baudatum ist bekannt: 1808/09. Ob sie wirklich von Friedrich Weinbrenner entworfen wurde, wie es der eingebürgerte Name nahelegt, ist nicht sicher belegt, aber auch nicht entscheidend. Denkbar ist es allemal, dass er den Entwurf vorskizziert oder im nachhinein korrigiert hat, wie wir es von anderen Fällen kennen.

In jedem Fall zeigt das Gebäude, wie der Weinbrenner-Stil selbst ein Nutzgebäude in einen attraktiven Gemeindemittelpunkt verwandeln konnte, der bis heute gefällt, hält und funktioniert. Dem Muster folgte man noch 1838 mit der ebenfalls im Weinbrenner-Stil gebauten Kelter in Zaisenhausen.

Die Bilder stellte uns Herr Oliver Bechtluft von der Gemeinde Kämpfelbach zur Verfügung; das letzte zeigt den Zustand vor der Renovation. Danke dafür!

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Garten der Markgräfin soll überbaut werden – eine Petition

07. November 2019

Karlsruhe war seit Weinbrenners Zeiten berühmt für die einzigartige Verbindung von Stadt und Gärten. Stellenweise ist das auch heute noch zu spüren, am stärksten am "Nymphengarten", dem ehemaligen Park des Amalienschlösschens, und am benachbarten Park um den Bundesgerichtshof, wo zuvor Weinbrenners Palais für die Markgräfin Christiane Louise stand. Eben dieser war von besonderer Schönheit und Größe. (Siehe dazu den Plan aus Weinbrenners "Architektonischem Lehrbuch" und die Ansicht von Bleuler von 1819.)
Davon ist nach mehreren Eingriffen nicht mehr allzuviel übrig geblieben; der Garten bestimmt aber nach wie vor den Platz am ehemaligen Karlstor mit. Es wäre also zu erwarten, dass (gerade im Zuge der Kombilösung) dieses Potenzial besser genutzt und der Ort aufgewertet würde. Stattdessen soll der Garten an dieser Stelle durch ein "Forum Recht" überbaut werden, womit das Besondere des Ortes und der Stadt um ein weiteres Stück verloren gehen würde.
Es haben sich deshalb verschiedene Gruppen und Personen zusammengetan und eine Petition im Internet veröffentlicht, die auch gleich einen anderen, aus verschiedenen Gründen geeigneteren Standort vorschlägt. Dem können wir uns nur anschließen und legen Allen, denen am Erhalt des einzigartigen Charakters Karlsruhe gelegen ist, nahe, die Petition zu unterstützen.

Hier der Link:

https://www.openpetition.de/petition/online/das-forum-recht-verdient-den-besten-standort-in-karlsruhe

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