Heinrich Hübschs Speyerer Dom: Patient, Baustelle, Forschungsobjekt

Eines der bekanntesten Werke Heinrich Hübschs ist der Westbau des Speyerer Doms, und zugleich eines seiner unbekanntesten, denn wohl die meisten der zahlreichen Besucher dürften es für einen originalen Teil des romanischen Bauwunders halten – oder für eben eine der typischen Ergänzungen des 19. Jahrhunderts, geboren aus dem Geist des Historismus. Beides ist natürlich falsch. Hübschs bewies seine Achtung vor der Geschichte und dem Meisterwerk, indem er sich in beides hineindachte und seine Überlegungen in eine moderne und professionelle Entwurfsmethode einbaute, womit er zu einem Musterfall für denkmalpflegerische Eingriffe wurde. (Und was mehr seinem Lehrer Friedrich Weinbrenner verdankte, als wohl die meisten wissen.)
Zur Zeit findet eine große Restaurierung des Westbaus statt. Sie bot uns die Gelegenheit, das ungewöhnliche Werk aus der Nähe und in der Höhe zu betrachten, was die Bilder zeigen und was auch in einer Veröffentlichung Niederschlag finden wird, die noch in diesem Jahr erscheinen soll und an der wir beteiligt worden sind. Für diese Gelegenheit, den oft missverstandenen Heinrich Hübsch zu Wort kommen zu lassen, bedanken wir uns im voraus.


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